Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinden
Ronneburg mit Naulitz und Kauern

sowie

Raitzhain mit Stolzenberg, Haselbach, Mennsdorf, Paitzdorf, Reust und Rückersdorf

 

 

 

Alle Kirchengemeinden

des Kirchspiels Ronneburg

haben entschieden,

aus Verantwortung

alle kirchlichen Präsenzveranstaltungen

vom 24.12. bis zum 10.01.2020 auszusetzen.

Unsere Aktuellen Andachten finden sie unter der Rubrik - Gottesdienste/Andachten.

Gruß Abschluss des Weihnachtsfestes,

dem Epiphaniasfest 2021

Foto von N. Kaufmann

„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ Jes. 60, 1+2

Dieses Wort aus dem Propheten Jesaja stand im Mittelpunkt des diesjährigen Epiphaniasfestes, auch Dreikönigstag genannt wird.

Dieses Wort trifft die Sehnsucht vieler Menschen. Die anhaltende Belastung durch die Corona-Krise liegt wie eine bedrückende Finsternis über dem privaten wie auch öffentlichen Leben. Inzwischen ist wohl jede und jeder irgendwie davon betroffen. Vieles droht dadurch kaputt zu gehen: Lebensentwürfe, Arbeitsplätze, Firmen, Hoffnungen, Gemeinschaften, Werte wie Frieden und Gerechtigkeit.

Was brauchen wir mehr in unserer Zeit als den Zuspruch von Licht und Hoffnung.

Verzweifelte merken, dass sie es sich selbst nicht geben können, besonders dann nicht, wenn sie von einem plötzlichen Tod oder unerwarteten Verlust betroffen sind. Sie sehnen sich nach dem Stern, der ihnen den Weg zum Leben weist in finsterer Zeit.

Zu letzten Advents- und Weihnachtszeit waren die Herrnhuter Sterne besonders gefragt und schließlich sogar ausverkauft. In vielen Wohnungen und Fenstern leuchteten sie. Natürlich auch in unseren Kirchen. Sie erzählen von dem Licht, das Gott selbst ist. Das sanft und zart die Finsternis überwindet und als Segen Gottes uns umfängt.

Der schöne, katholische Brauch, dass um den Dreikönigstag Kinder als Sternsinger von Haus zu Haus ziehen und den Menschen Gottes Segen bringen und Gaben erbitten für Notleidende in der Welt, wird auch von evangelischen Gemeinden gern unterstützt.

In diesem Jahr vermisse ich ihr Ständchen besonders, das mit dem Segensschriftzug über der Pfarrhaustür endet: 20*C+M+B+21 – Christus mansionem benedicat – Christus segne das Haus. Als Eselsbrücke für dieses Segenswort stehen die Namen der drei Könige: Caspar, Melchior, Balthasar, die sie im 9. Jahrhundert bekommen haben.

Einige Mädchen und Jungen aus unserem Evangelischen Kindergarten Regenbogenland sind zum diesjährigen Epiphaniasfest gern noch einmal in die Rollen von Maria und Joseph, dem Engel, den Hirten und den drei Königen geschlüpft, um am Ende unseres Weihnachtsfestes den Glanz der Heiligen Nacht noch einmal aufleuchten zu lassen und in viele Häuser und Herzen zu bringen.

Mich berührt das Foto mit den Kindergartenkindern um die Krippe in der Ronneburger Marienkirche sehr. Ihre offenen und vertrauensvollen Gesichter rühren mich an, ebenso ihre Angewiesenheit auf Schutz und Geborgenheit und ihr Recht auf Zukunft und Leben.

Sie selbst sind Licht und Freude in unserer Zeit, ein Zeichen der Liebe Gottes, die um uns und mit uns ist.

Ein Stern leuchtet ihnen und uns. Am Christbaum hängen noch die „Sterne zum Gruß“, die während der Weihnachtstage von Großen und Kleinen beschrieben wurden mit Wünschen, Gebeten, Sehnsüchten und Grüßen.

Kindern Zukunft schenken – so heißt das Motto der diesjährigen Aktion Brot für die Welt.  Dieses Motto erinnert daran, dass für viele Kinder in diesem Jahr die Zukunft unsicher geworden ist. Kinderschutzexperten scheuen sich nicht davor, von einer „verlorenen Generation“ zu sprechen.

Wir Erwachsenen wissen, wie prägend und entscheidend die wenigen Jahre der Kindheit sind. Tun wir alles dafür, damit sie für die Kleinen ihren Glanz behalten und ihr Licht ihnen leuchtet lebenslang. Bewahren wir sie vor dieser traurigen Bezeichnung der Kinderschutzexperten.

„Brot für die Welt“ erinnert vor allem an die Not der Kinder in den Krisengebieten der Erde. Die diesjährige Weihnachtskollekte für die Aktion „Brot für die Welt“ ist so gut wie ausgefallen.

Deshalb lege ich Ihnen diese Arbeit besonders ans Herz. Wenn es Ihnen möglich ist, dann spenden Sie etwas dieser oder einen anderen Hilfsorganisation. Gern leiten wir Ihre Spende weiter.

„Mache dich auf, werde licht!“ Dazu ermutigt uns die Epiphaniaszeit. Sie erinnert an den Glanz Gottes, der schon längst über uns und unserem Leben leuchtet, auch wenn wir es noch nicht sehen.

Im Kind in der Krippe haben die Weisen das Heil für die Welt gefunden. Mit dem Blick für das Kleine und vermeintlich Unbedeutende  sind sie heimgekehrt und haben Licht und Hoffnung verbreitet.

 

Gott segne und behüte Sie auf dem Weg durch diese dunkle Jahreszeit und lasse Sie sein Heil schauen.

 

Herzlich grüßt Sie auch im Namen des Kindergartenteams

 

Ihre Pfarrerin Gabriele Schaller

 

Januar

Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“

HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!

Ps 4,7 (L)


 

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